Fallstudienforschung ist eine empirische Untersuchung eines zeitgenössischen Phänomens in seinem realen Kontext (Yin). Sie eignet sich besonders für "Wie"- und "Warum"-Fragen bei begrenztem Einfluss des Forschers auf das Geschehen.
Nach Yin gibt es vier Design-Typen: Einzelfall (kritisch, extrem, revelatorisch), multiple Fälle (holistisch oder eingebettet).
Fälle werden nicht zufällig, sondern theoretisch gewählt: Extreme Fälle, typische Fälle, kritische Fälle, revelatorische Fälle. Ziel ist nicht Repräsentativität, sondern theoretische Relevanz.
Bei multiplen Fallstudien: Erwartete ähnliche Ergebnisse (literal) vs. erwartete unterschiedliche Ergebnisse (theoretical) je nach Kontextbedingungen.
Wo endet ein Fall? Was sind die Grenzen? Die Definition des Untersuchungsobjekts ist methodisch zu begründen.
Yin schlägt vier Validitätskriterien vor: Konstruktvalidität (Multiple Sources of Evidence), interne Validität (Pattern Matching), externe Validität (Replication Logic), Reliabilität (Case Study Protocol).