Interviewauswertung nach Mayring

Methodische Begleitung bei der Auswertung von Leitfadeninterviews – von der Transkription über die Kategorienbildung bis zur wissenschaftlichen Dokumentation

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Herausforderungen der Interviewauswertung

Die Auswertung von Leitfadeninterviews stellt eine besondere Herausforderung dar: Sie haben oft stundenlanges Audio-Material, das erst transkribiert, dann systematisch ausgewertet werden muss. Der methodische Rahmen der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring bietet Struktur – die praktische Umsetzung erfordert jedoch Erfahrung.

Umgang mit umfangreichem Material

Viele Studierende unterschätzen den Zeitaufwand. Ein 60-minütiges Interview erzeugt 15-20 Seiten Transkript. Bei zehn Interviews haben Sie 150-200 Seiten Text, die systematisch ausgewertet werden müssen. Die Organisation und Strukturierung ist entscheidend.

Kategorienbildung aus Interviewdaten

Die Entwicklung eines adäquaten Kategoriensystems aus Interviewmaterial erfordert mehrere Durchgänge. Kategorien müssen aus dem Material heraus entwickelt werden, dürfen sich nicht überschneiden und müssen theoretisch begründbar sein. Ein häufiger Fehler ist die Überkategorisierung oder zu frühe Festlegung.

Zitate und Belegführung

Die Auswertung lebt von Originalzitaten. Aber welche Zitate sind repräsentativ? Wie viel Kontext muss mitgeliefert werden? Wie werden Aussagen von verschiedenen Interviewpartner:innen verglichen? Die Belegstrategie erfordert methodische Reflexion.

Wie Aniria Research unterstützt

Ablauf der Zusammenarbeit

  1. Materialübergabe: Audiofiles oder Transkripte (sicher übertragen)
  2. Forschungsfragenklärung: Präzisierung, was die Interviews beantworten sollen
  3. Materialanalyse: Erster Durchgang und Entwicklung eines Kategorienentwurfs
  4. Kategorienentwicklung: Gemeinsame Feinabstimmung des Systems
  5. Auswertung: Systematische Kodierung des gesamten Materials
  6. Dokumentation: Nachvollziehbare Darstellung für den Methodenteil

Häufige Fragen (FAQ)

Müssen alle Interviews komplett transkribiert werden?
Nicht zwingend. Je nach Forschungsziel kann eine selektive Transkription ausreichend sein. Wir beraten Sie bei der Wahl der passenden Strategie.
Wie viele Interviews brauche ich?
Bei qualitativer Forschung zählt nicht die Anzahl, sondern die theoretische Sättigung. Typischerweise reichen 8-15 Interviews, abhängig von der Komplexität des Themas.
Welche Software wird verwendet?
Wir arbeiten mit MAXQDA, NVivo oder auch manuell – je nach Ihren Vorgaben und Ihrer Universität. Die Methodik ist softwareunabhängig.
Wie lange dauert die Auswertung?
Je nach Umfang 4-8 Wochen. Einzelne Interviews können schneller ausgewertet werden. Wir besprechen den Zeitrahmen im Vorfeld.
Kann ich auch nur bei der Kategorienbildung Hilfe bekommen?
Ja, die Begleitung ist modular. Viele nutzen nur die Unterstützung bei der Kategorienentwicklung und führen die Kodierung selbst durch.

Für wen diese Unterstützung gedacht ist

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Senden Sie uns eine kurze Beschreibung Ihres Vorhabens, der Interviewanzahl und Ihrer Forschungsfragen. Wir schätzen den Aufwand ein und machen Ihnen ein Angebot.

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