Systematische Synthese von Studien – Effektstärken, Forest Plots, Heterogenität
Beratung anfragenEine Meta-Analyse ist eine quantitative Methode zur systematischen Zusammenführung und Synthese von Ergebnissen mehrerer empirischer Studien. Sie berechnet eine gewichtete durchschnittliche Effektstärke und ermöglicht präzisere Aussagen als Einzelstudien.
Meta-Analysen sind Goldstandard der Evidenzsynthese, besonders in Medizin, Psychologie und den Sozialwissenschaften. Die Methodik folgt strengen Protokollen (PRISMA-Guidelines).
Vor der Durchführung wird ein Protokoll erstellt: Forschungsfrage (PICO), Inklusionskriterien, Suchstrategie, geplante Analysen. Die Registrierung (z.B. PROSPERO) verhindert Bias.
Umfassende Recherche in mehreren Datenbanken (PubMed, Cochrane, PsycINFO, Web of Science). Grey Literature berücksichtigen. Die Dokumentation muss reproduzierbar sein.
Doppelter Durchlauf von Titel/Abstract-Screening und Volltext-Prüfung. Datenextraktion in standardisierte Formulare. Risiko-of-Bias-Bewertung (z.B. Cochrane Risk of Bias Tool 2.0).
Standardisierte Effektstärken (Cohens d, Hedges g, Odds Ratios) aus Primärstudien berechnen oder extrahieren. Fest- vs. Random-Effects-Model wählen.
I²-Statistik, Cochran's Q-Test zur Prüfung der Homogenität. Hohe Heterogenität (I² > 75%) erfordert Meta-Regression oder Subgroup-Analysen.
Funnel Plot, Egger's Test, Trim-and-Fill-Methode. Bias kann die Ergebnisse verzerren und muss transparent berichtet werden.