Meta-Analyse durchführen

Systematische Synthese von Studien – Effektstärken, Forest Plots, Heterogenität

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Was ist eine Meta-Analyse?

Eine Meta-Analyse ist eine quantitative Methode zur systematischen Zusammenführung und Synthese von Ergebnissen mehrerer empirischer Studien. Sie berechnet eine gewichtete durchschnittliche Effektstärke und ermöglicht präzisere Aussagen als Einzelstudien.

Meta-Analysen sind Goldstandard der Evidenzsynthese, besonders in Medizin, Psychologie und den Sozialwissenschaften. Die Methodik folgt strengen Protokollen (PRISMA-Guidelines).

Schritte einer Meta-Analyse

1. Protokollerstellung (PRISMA-P)

Vor der Durchführung wird ein Protokoll erstellt: Forschungsfrage (PICO), Inklusionskriterien, Suchstrategie, geplante Analysen. Die Registrierung (z.B. PROSPERO) verhindert Bias.

2. Systematische Literaturrecherche

Umfassende Recherche in mehreren Datenbanken (PubMed, Cochrane, PsycINFO, Web of Science). Grey Literature berücksichtigen. Die Dokumentation muss reproduzierbar sein.

3. Studienselektion und Datenextraktion

Doppelter Durchlauf von Titel/Abstract-Screening und Volltext-Prüfung. Datenextraktion in standardisierte Formulare. Risiko-of-Bias-Bewertung (z.B. Cochrane Risk of Bias Tool 2.0).

4. Effektstärken berechnen

Standardisierte Effektstärken (Cohens d, Hedges g, Odds Ratios) aus Primärstudien berechnen oder extrahieren. Fest- vs. Random-Effects-Model wählen.

5. Heterogenitätsanalyse

I²-Statistik, Cochran's Q-Test zur Prüfung der Homogenität. Hohe Heterogenität (I² > 75%) erfordert Meta-Regression oder Subgroup-Analysen.

6. Publikationsbias prüfen

Funnel Plot, Egger's Test, Trim-and-Fill-Methode. Bias kann die Ergebnisse verzerren und muss transparent berichtet werden.

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